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Sonntag, 13. Oktober 2024

13.10.2024 Olbia

Gestern am Spätnachmittag haben wir hier in der Marina von Olbia meine 3 Kollegen getroffen.
Vom Segelhafen aus hat man einen direkten Blick auf den Fährhafen, wo zu diesem Zeitpunkt 4 Fähren auf das Ablegen warteten.
Da einer der Kollegen sein Boot hier liegen hat, hatten wir Zutritt zu den Hafenanlagen und konnten hier im Gebäude mal wieder ordentlich duschen. Ist dann halt doch nicht ganz so beengt und wassersparend, wie im Auto.
Am Abend sind wir alle zusammen ins Doppio Malto, einen sehr modernen Restaurant in der Nähe des Fährhafens, gegangen. Es gab einmal Huhn mit Kartoffeln...
...und einmal ein Nudelgericht. 

Bezahlen tut man hier, in dem man einen QR-Code auf dem Tisch scannt und dann die gesamte Zeche des Tisches angezeigt bekommt. Man stellt sich dann seine eigene Rechnung zusammen und zahlt mit der Kreditkarte ohne dass noch einmal ein Kellner auftaucht. Die Rechnung erhält man auf Wunsch auf seinen E-Mail-Account, wenn man das entsprechend beim Bezahlvorgang anklickt.

Wir haben auf dem Parkplatz des Marinahafens übernachtet und heute Morgen bis um 09.30 Uhr geschlafen. Das haben wir bisher noch nie geschafft.

Wir sind dann von dort wieder auf den Parkplatz des Restaurants vom Vorabend gefahren, wo es auch Lidl, Decathlon und viele weitere große Geschäfte gibt. Im Lidl haben wir ordentliche Brötchen eingekauft. Da gibt es sogar Körnerbrötchen und nicht nur die weißen Pappdinger, die man sonst hier bekommt. Wir haben dann auf dem Lidl-Parkplatz gefrühstückt und H. musste anschließend noch ein bisschen im riesigen Schuhladen nebenan shoppen. Danach sind wir in die Innenstadt gefahren und haben einen Rundgang durch die Fußgängerzone und entlang der Promenade gemacht.


Es war mit 24 Grad und fast keinem Wind sehr warm bei einem wolkenlosen Himmel.
Die Innenstadt gibt nicht sehr viel her. Die Fußgängerzone sieht schön aus, ist aber nicht wirklich groß.


An der Hafenpromenade stehen dieses Karussell und ein Riesenrad.



Es war dann nach 13 Uhr, als wir da durch waren und wir hatten nun noch rund 7 Stunden Zeit bis zur Abfahrt der Fähre.

Wir sind deshalb nochmal 20 km aus der Stadt raus nach Golfo Aranci gefahren.

Golfo Aranci ist um diese Jahreszeit ein verschlafenes Städtchen und eigentlich wollten wir nach einem kleinen Stadtrundgang hier an an der Strände fahren. Das war aber wieder mal nicht möglich, weil die Zufahrtsstraßen alle für Wohnmobile gesperrt waren.

Wir sind dann einfach noch ein paar Kilometer weiter an den Sunset-Beach nach Marinella gefahren und haben uns hier 3 Stunden an den ziemlich leeren Strand gelegt.

Gegen 18 Uhr sind wir in Richtung Olbia aufgebrochen und haben in Pittulongu in der Pizzeria Al Volo, in der wir direkt nach unserer Ankunft in Sardinien waren, noch einmal gegessen.
Von dort ging es gegen 19.3 Uhr zum Fährhafen und wir konnten direkt ohne Wartezeit in die Fähre fahren. Das lässt zumindest hoffen, dass wir dieses Mal pünktlich um 21.30 Uhr wegkommen.
Wir haben für die Überfahrt eine Kabine gebucht, die ordentlich aussieht. Jetzt sitzen wir hier auf dem Deck und warten noch die eine Stunde bis zur Abfahrt. Ich konnte so wenigstens noch den Blog schreiben, weil wir dann auf See wieder kein Internet haben werden.

Wenn alles klappt, sollten wir morgen um 8 Uhr in Livorno sein.
 

Samstag, 12. Oktober 2024

12.10.2024 Orosei-Olbia

Gestern Abend sind wir noch einmal in die Innenstadt von Orosei gelaufen und ausnahmesweise mal nicht in einer Pizzeria, sondern in einem hübschen Restaurant gelandet.
H. hatte irgendwelche Nudeln mit Fisch und ich habe mal wieder ein ordentliches Rindersteak gegessen. Nach so viel Pizza konnte man das mal wieder vertragen. Die Rechnung war dann dafür auch deutlich höher als sonst hier üblich, bewegte sich aber auf heimischen Preisniveau.
In der Stadt waren einige Stellen schön beleuchtet, weshalb wir auf dem Heimweg noch ein paar Fotos gemacht haben.

Geschlafen haben wir auf unserem Innenstadtparkplatz recht gut. Nur gegen 3.30 Uhr war mal Radau, als ein Müllauto mit einer fürchterlich quietschenden Presse in der Nähe einige Mülltonnen leerte.

Für heute hatten wir ja nur noch rund 100km zu fahren und hatten daher genug Zeit, so dass wir zunächst an den Strand von Orosei gefahren sind.




Danach sind wir von der Küstenstraße in viele Buchten abgebogen, hier in die Las Linnas Siccas. Eine kleine, sehr schöne Badebucht mit einem schneeweißen feinen Sand.

Danach ging es über Cala Ginepro nach Santa Lucia, einem sehr schönen Ort mit wenig Touristen.

Danach folgten weitere Abstecher ans Capo Cavallo...




...Porto San Paolo...
...und an den Lido del Sole.

Von dort sind wir in den Marinehafen von Olbia gefahren. Ein ehemaliger Kollege von mir hat hier sein Segelboot und aktuell sind 2 weitere Ex-Kollegen bei ihm zu Besuch. Zusammen gehen wir heute Abend in Olbia essen. 

 

Freitag, 11. Oktober 2024

11.10.2024 Oliena-Orosei

Gestern Abend waren wir in der kleinen Pizzeria "Su Cursu" in Oliena. Von unserem Parkplatz aus mussten wir 1,7km den Berg hochlaufen, bis wir da angekommen sind. 2 Pizzerien, die deutlich näher an unserem Stellplatz waren, hatten Ruhetag.

Dann ging gestern auch noch die Motorkontrollleuchte am Auto an. Das Auslesen des Fehlerspeichers ergab eine defekte Ad-Blue-Heizung, die wir im Moment bei den Temperaturen ja nicht wirklich brauchen. Leider muss auch unser Auto alle typischen Fehler, die der Ford-Ranger so hat, irgendwann zeigen. 
Oliena wirkte dann auf dem Heimweg von der Pizzeria wie ausgestorben. Auffällig war lediglich, dass es hier unzählige Bars gibt, in denen auch am Abend noch Betrieb war.

Auf unserem Parkplatz hier haben wir eine sehr ruhige Nacht verbracht.

Gegen 10 Uhr sind wir dann in Richtung Cala Gonone gefahren. 

Auf dem Weg kommt man am Lago del Cetrino vorbei. Bei dem schönen Wetter heute ein Traumblick.

Wir hatten eigentlich vor, von Cala Gonone aus  eine Bootstour zur Tropfsteinhöhle Grotta Del Fico zu machen. Auf der offiziellen Webseite der Grotte ist Cala Gonone explizit als möglicher Abfahrtshafen gelistet. Der Ort selbst ist eine reine Tourihochburg mit Durchfahrtsverboten für Wohnmobile und gefühlt 100 Touranbietern. Nur hieß es da überall, dass die Grotta del Fico von hier aus nicht angefahren wird. Also sind wir nach einem kurzen Spaziergang rund um den Hafen wieder zurück nach Dorgali und von dort weiter in Richtung Orosei gefahren.
Kurz vor Orosei kommt man an diesem riesigen Steinbruch vorbei, wo sie die Steine aus dem Berg sägen.
Wir kamen kurz nach 13 Uhr in Orosei an und sind eine größere Runde durch den sehr hübschen Ort gelaufen. Hier sind weitaus weniger Touris als in Cala Gonone unterwegs.

Die Gässchen sind wirklich hübsch und verdienen mal die Bezeichnung "historisch", ohne dass alles vor sich hingammelt.


Orosei hat knapp über 6000 Einwohner und 13 Kirchen. Wie sie die gefüllt kriegen, weiß ich auch nicht.

Gegen 15.30 Uhr hatten wir unseren Rundgang beendet und haben uns entschieden, hier zu übernachten, weil der Ort wirklich schön ist und am Abend sicher auch schön beleuchtet ist.

Wir haben uns auf einen Parkplatz am Stadtrand gestellt und werden von hier aus später noch einmal in die Innenstadt laufen.

Apropos laufen:
Man trägt ja heute eine Smartwatch, die einem ständig sagt, wie viele Schritte man schon gelaufen ist. Wir kommen oft auf 10 bis 12 km pro Tag, ohne dass wir große Wanderungen gemacht haben. Bei den vielen Fotostopps und den Besichtigungen irgendwelcher Dörfchen kommt doch einiges zusammen. Man sitzt also durchaus nicht nur den ganzen Tag im Auto.